Bohrkrone für Beton richtig wählen

Diamant oder Hartmetall, nass oder trocken: die Entscheidung in vier Fragen.

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Kurzantwort: Für Beton wählen Sie eine Bohrkrone mit Diamantsegmenten oder eine ausdrücklich für Beton ausgelegte Hartmetall-Krone. In Stahlbeton und bei tiefen Bohrungen ist Nassbohren mit Diamant die übliche Wahl, weil Wasser kühlt und Staub bindet. Trockenbohren ist möglich, wenn die Krone dafür freigegeben ist, erfordert aber Absaugung, Atemschutz und Kühlpausen.

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Diamant oder Hartmetall: Was passt zu Beton?

KriteriumDiamantkroneHartmetallkrone
Typischer UntergrundBeton, Stahlbeton, Fliesen, NatursteinMauerwerk, Kalksandstein, Porenbeton, teils Beton
SchneidprinzipDiamantsegmente schleifen den Werkstoff abHartmetallzähne spanen bzw. brechen den Werkstoff
Wasserhäufig nass geführt, teils trocken freigegebenmeist trocken
MaschineBohrmaschine oder Kernbohrgeräthäufig Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer

Händlerseiten beschreiben Hartmetallkronen als geeignet für Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton und Beton, während nasse Diamantkronen für Stahlbeton, Marmor und Keramik empfohlen werden. Verbindlich ist die Angabe des Herstellers zum Untergrund.

Im Shop gibt es Diamant-Lochsägen und Hartmetall-Lochsägen.

Nass oder trocken bohren?

Nassbohren kühlt die Segmente, bindet Staub und verlängert in der Regel die Standzeit. Sie brauchen Wasserzufuhr und eine Möglichkeit, das Wasser aufzufangen. Das passt vor allem zu Stahlbeton und tiefen Bohrungen.

Trockenbohren ist flexibler und braucht weniger Vorbereitung, setzt aber eine Krone mit Trockenfreigabe voraus. Der Staub entsteht direkt, daher gehören Absaugung und geeigneter Atemschutz dazu. Setzen Sie die Krone zwischendurch ab oder lüften Sie sie, damit Staub entweicht und das Werkzeug nicht überhitzt.

Was ist mit der Bewehrung?

Trifft die Krone auf Bewehrungsstahl, wird es für die Schneide anspruchsvoll. Hersteller beschreiben Diamantsegmente in der Regel als geeignet für Beton mit Armierung. Prüfen Sie die Freigabe für Stahlbeton im Datenblatt. Vor Bohrungen in tragenden Bauteilen sollte geklärt sein, ob Bewehrung durchtrennt werden darf, dazu entscheidet der Statiker, nicht das Werkzeug. Leitungen ortet man vor dem Bohren mit einem Ortungsgerät.

Praxisablauf

  1. Mittelpunkt festlegen, Bohrschablone oder Zentrierbohrer nutzen.
  2. Maschine nach Herstellerangabe einstellen (Drehzahl, bei Diamantkronen meist ohne Schlag).
  3. Gleichmäßig bohren, nicht verkanten, Kühlung bzw. Absaugung sicherstellen.
  4. Kern lösen, Bohrloch säubern.

Zur Aufnahme und zu Hammer-Kronen mit Schlag: Bohrkrone mit SDS-plus und Hammerbohrkrone. Für Steckdosen lesen Sie auch Dosenbohrer für die richtige Wand.

Häufige Fragen

Kann ich Beton trocken bohren? Ja, mit Kronen, die dafür freigegeben sind. Planen Sie Absaugung, Atemschutz und Pausen ein.

Wann lohnt sich Nassbohren? Bei Stahlbeton, tiefen Bohrungen und wenn Sie Staub minimieren möchten. Es verlängert meist die Standzeit der Segmente.

Welche Krone nehme ich für eine Steckdose in Beton? Eine Krone mit Ø 68 mm, die für Beton freigegeben ist, meist mit Diamantsegmenten.

Muss ich mit Schlag bohren? Bei Diamantkronen wird in der Regel ohne Schlag gearbeitet, Hammerbohrkronen sind für Schlagbohrmaschinen ausgelegt. Die Herstellerangabe entscheidet.

→ Zu den Bohrkronen

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